„Never Walk Alone“ – so lautete der Titel einer Kampagne für die Psychologische Beratung in kirchlicher Trägerschaft, mit der 2025/26 etwa 3.800 Menschen in verschiedenen Regionen der hannoverschen Landeskirche erreicht wurden.
„Das Motto ‚Never Walk Alone‘ stellt ein zentrales Prinzip von Psychologischer Beratung in den Mittelpunkt: die Beziehung“, sagt Christine Koch-Brinkmann, Fachleitung der Fachstelle für Psychologische Beratung im Zentrum für Seelsorge und Beratung (ZfSB) in Hannover. „Niemand muss mit Sorgen allein bleiben, kirchlich getragene Beziehung bietet in Form von Psychologischer Beratung einen sicheren Hafen in stürmischen Zeiten.“
An rund 30 Standorten auf dem Gebiet der Landeskirche Hannovers findet Beratung statt: in Psychologischen oder Lebensberatungsstellen, getragen von Kirchenkreisen und Diakonie. Hoch qualifizierte Mitarbeitende sind hier für ganz unterschiedliche Menschen aus verschiedenen Altersgruppen da: Jugendliche und Erwachsene, Einzelne, Paare und Familien wenden sich mit ihren Anliegen an die Beratungsstellen, die sozialraumorientiert und teilweise gemeinsam mit anderen kirchlichen Playern arbeiten.
Sichtbarkeit und stärkere Vernetzung
„Die Psychologische Beratung ist ein hervorragendes Angebot, das niedrigschwellig mitten in die Gesellschaft hineinwirkt und wichtige Arbeit leistet“, sagt Angela Grimm, Direktorin des Zentrums für Seelsorge und Beratung. „Gleichzeitig ist die Beratungsarbeit, wie die Seelsorge auch, eher leise und auf den ersten Blick für die kirchliche und außerkirchliche Öffentlichkeit nicht so sichtbar wie andere Bereiche kirchlichen Lebens.“ An dieser Stelle setzte „Never Walk Alone“ an: Psychologische Beratung in kirchlicher Trägerschaft soll sichtbarer, hörbarer und erlebbar werden. Gleichzeitig war es das Ziel, die Beratungsarbeit noch stärker als bisher mit anderen lokalen Akteur*innen zu vernetzen: diakonischen und kommunalen Einrichtungen, Gemeinwesenarbeit, Kindertagesstätten, Schulen, Gesundheitsfürsorge.
Auch nach dem Abschluss der Kampagne Never Walk Alone im Februar 2026 stellt die Fachstelle allen Beratungsstellen Projektideen, Material und kollegialen Austausch zur Verfügung. Weiterhin gibt es auch Projektmittel, die formlos beantragt werden können (Antrag rechts).